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Rückblicke
Aus der FR vom 22.10.2011 Fluglärm-Gegner demonstrieren in Mainz Tausende Menschen folgen dem Aufruf von 70 hessischen und rheinland-pfälzischen Initiativen und demonstrieren in Mainz gegen Fluglärm. Hintergrund ist die befürchtete Zunahme des Lärms in der Region als Folge der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen. Flugzeuge steuern mit der untergehenden Sonne im Rücken die neue Nordwest-Landebahn des Frankfurter Flughafens an. Foto: dpa Mehrere Bürgerinitiativen aus Hessen und Rheinland-Pfalz hatten zu der Demo aufgerufen. An dem Protest nahmen auch Vertreter von SPD, Grünen und CDU teil. Ein Motivwagen zeigte den deutschen Michel, der auf dem Mainzer Dom sitzt und Flugzeuge fängt. Auf Transparenten stand: „Fluglärm - Nein Danke“ oder „Wir brauchen Nachtruhe 22 - 6 Uhr“. Die Polizei sprach von etwa 10 000 Teilnehmern. Die Demonstration ging mit einer Kundgebung in Mainz-Kastel in Wiesbaden zu Ende. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass die Klage betroffener Kommunen und des Landes gegen die Flugrouten erfolgreich sein wird. „Das ist ein ganz deutliches Zeichen der Landesregierung“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. „Wir sind gegen diese einseitige Belastung.“ Der wirtschaftliche Vorteil des ausgebauten Flughafens bleibe in Hessen, während die Menschen in Rheinhessen und Mainz bis nach Bad Kreuznach stärker belastet würden. Von den Grünen war unter anderem der rheinland-pfälzische Fraktionschef Daniel Köbler bei der Demo dabei. Die rheinland-pfälzische CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner forderte die hessische CDU/FDP-Regierung auf, künftig auf Nachtflüge zu verzichten. „Die Monate bis zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes werden zeigen, dass der Flughafen in Frankfurt auch ohne Nachtflüge auskommen kann“, erklärte sie. „Ein dauerhaftes Nachtflugverbot am Flughafen in Frankfurt ist nach der Inbetriebnahme der neuen Landebahn notwendiger denn je.“ (dpa) |
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