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Eidechsen am NFHEin Steingarten für die Eidechse Naturschutz: BUND und Nabu legen Gelände ums Naturfreundehaus reptiliengerecht an – Lebensraum auch für Nahrung aus dem Rüsselsheimer Echo vom 5.8.2011 (Ernst L. Elmae) Wenn der Begriff Reptilien fällt, tauchen sogleich Saurier, Krokodile oder Giftschlangen vor dem geistigen Auge auf.
Auf sie konzentriert sich das in den Medien verbreitete Bild. Neben diesen zumeist Furcht einflößend und gefährlich dargestellten Exoten bleibt kaum Raum für die heimischen Vertreter, die ja auch unspektakulär sind: Eidechsen. Und weil sie ein so unscheinbares und eher verstecktes Dasein führen, fällt kaum auf, dass sie zu den stark gefährdeten, auf der Roten Liste geführten Tieren zählen. Einen Schritt zur Erhaltung der hier anzutreffenden Zaun-, Wald-, Mauer- oder Smaragdeidechsen haben nun die örtlichen Verbände Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und Naturschutzbund (Nabu) zusammen mit den Rüsselsheimer Naturfreunden eingeleitet, befördert durch die Ernennung der Mauereidechse zum „Reptil des Jahres 2011“ durch die Gesellschaft für Herpetologie (Amphibien und Reptilien). Dies hatte auch die Kreisverwaltung als Untere Naturschutzbehörde zum Anlass genommen, auf die wenigen bekannten „Standorte“ dieser Schuppenkriechtiere und ihre Schutzbedürftigkeit hinzuweisen. Direkt unterhalb der Terrasse schnitten die Helfer die Vegetation zurück und legten die Mauern frei. Mit dem von Gärtner Werner Muster zur Verfügung gestellten Arbeitsgerät wurden der Bewuchs gelichtet, der Grünschnitt abgefahren und anschließend zwei Fuhren Bruchsteine auf der bearbeiteten Fläche verteilt. Das so geschaffene „kleine Felsenmeer“ soll im Zuge weiterer Arbeitseinsätze neu begrünt werden. Daher wären die beiden Verbände dankbar, wenn sich Naturfreunde fänden, die einige Steingartenpflanzen spenden würden, wie sie etwa bei Dachbegrünungen eingesetzt werden.
Die Tiere halten keinen Winterschlaf, sondern legen nur eine Ruhephase ein und können somit bereits an sonnigen Februartagen gesichtet werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei vier bis sechs Jahren. Bei der Schwesterart Zauneidechse, die einige Zentimeter länger und etwa gedrungener ausfällt, zeichnen sich die Männchen in der Paarungszeit durch eine grüne Grundfärbung aus. |
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