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NaturFreunde Rüsselsheim
wir über uns ...

NaturFreunde Rüsselsheim - Der fortschrittliche Freizeitverband

 Gemeinsam lebt es sich intensiver. Ob Naturschutz oder Sport in der Natur, Wandern, Musizieren, Paddeln, Radtouren, Ausflüge mit Kindern, politisches Engagement oder kulturelle Aktivitäten – alles ist Ausdruck des ganzheitlichen Freizeitverständnisses der NaturFreunde. Die Gesellschaft, in der wir leben, prägt unsere Freizeit ebenso wie unseren Alltag. Ein Entfliehen ist nicht möglich. Gesellschaftliche Veränderung braucht Bewegung.

 Solidarisch sind wir im Verband und mit sozial Benachteiligten in der Gesellschaft. Als Selbsthilfeorganisation gegründet wissen wir, dass Freizeit(gestaltung) das Ergebnis sozialen Protests war: 5 Tage Woche, Urlaubsanspruch oder preiswerte Reiseangebote. Wir sehen uns in dieser Tradition und wissen, dass die Auseinandersetzung um eine bessere Gesellschaft noch lange nicht beendet ist.

 Grenzübergreifend erstreckt sich unser Netzwerk. In 20 Ländern gibt es mehr als 600.000 Mitglieder und 1.000 NaturFreundehäuser. Zahlreiche Fach- und Ortsgruppen sind lebendiger Knotenpunkt der NaturFreunde. Sie wirken selbständig und eigenverantwortlich in ihrer Umgebung für die gemeinsame Idee. Das Alter spielt bei uns keine Rolle, denn angefangen vom Kinder- und Jugendbereich bis hin zur Seniorengruppe haben bei uns Groß und Klein und vor allem Familien jede Menge Möglichkeiten, mit den NaturFreunden ihre Freizeit zu verbringen.

 Engagiert treten wir ein für eine Gesellschaft, die die Selbstbestimmung des Einzelnen umfassend ermöglicht. Wir streiten für eine Welt frei von Krieg, Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen, für eine offene Welt mit gleichen sozialen Rechten für Alle. Wir engagieren uns für Demokratie in allen Lebensbereichen und für eine nachhaltige Produktions- und Lebensweise. Wir wehren uns gegen Rassismus in Staat und Gesellschaft, denn für uns haben alle Menschen gleiche und unveräußerliche Rechte.

 

ein paar Schwerpunkte:

 Reisen betreiben wir auf die sanfte Tour. Sport- und Familienreisen zählen ebenso zu unserem Programm wir Kinder- und Bildungsfahrten. Reisen ermöglichen unschätzbare Erfahrungen und neue Freundschaften. Die NaturFreunde haben dabei ihren Anteil an der Entwicklung zum Tourismus, indem sie für das Recht und die Möglichkeit eines Jeden eintraten, Reisen zu unternehmen und sich frei zu bewegen. Dennoch sind wir uns der Schattenseiten des Tourismus bewusst: Das ungleiche Verhältnis zwischen „Reisenden“ und „Bereisten“ in Dritte-Welt-Ländern wird von uns ebenso thematisiert, wie die sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen in den Touristenorten. Wir suchen nicht die Unterschiede in der „Fremde“ sondern interessieren uns für die Gemeinsamkeiten und die sozialen Verhältnisse der Menschen, die wir bei Reisen treffen.
Mit dem Konzept des sanften Tourismus verbinden wir auch eine neue Reisekultur, denn „die wirkliche Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu erforschen, sondern darin, mit neuen Augen zu sehen“. In unserer Kampagne „Reisen auf die sanfte Tour“ haben wir Tipps und Ideen für sanfte Ferien und eine umweltfreundliche Ausübung von Natursportarten erarbeitet und nicht nur innerhalb des Verbandes verbreitet. Wir bemühen uns, bei allen Unternehmungen diese Vorsätze einzuhalten. Dabei soll aber keinesfalls an Spaß und Unterhaltungswert gespart werden.

 Naturfreundehäuser sind Stätten der Begegnung. In über 1000 NaturFreundehäusern weltweit können Menschen ihre Freizeit selbstgestaltet, anregend und erholsam verbringen. Das Angebot reicht von der kleinen Schutzhütte mit Selbstversorgung über zweckmäßige Wanderherbergen bis zu modernen Bildungseinrichtungen oder Familienerholungsstätten mit großzügigem Komfort.
Die Rüsselsheimer NaturFreunde sind ihrem Haus am Stadtrand präsent. Hier finden Jugendliche für Seminare und Klassenfahrten ebenso ein Quartier wie Selbstversorgergruppen oder junge Familien. Die Häuser sind Treffpunkte für junge und alte NaturFreunde: Kulturabende, Grillfeste, politische Gesprächsrunden und vieles mehr. Ach die Pflege, die Bewirtschaftung, Umbauten oder Arbeitseinsätze am Naturfreundehaus sind von hohem solidarischen Verständnis geprägt.

 Kultur bedeutet für uns das Leben genießen und die Welt verstehen gleichermaßen. Bei den NaturFreunden steht Kultur für eine aktive und engagierte gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Erkenntnis, Spaß, gemeinsamem Erleben und Gestalten. Kalsr ist auch dass wir da immer offen für alle Interessierten organisieren. Unsere Waldbühne ist ein beliebter Veranstaltungsort unter schattigen Eichen, den bis jetzt jede Gruppe super fand.

 Politik ist mehr als Bundestag. Mit Kampagnen und Bündnissen streiten NaturFreunde für die Themen, die ihnen am Herzen liegen: Ob für einen gesetzlichen Mindestlohn, eine entmilitarisierte Außenpolitik oder den Ausstieg aus der Kernernergie. Aber auch im kleinen Kreis, bei Diskussionsveranstaltungen oder Gruppenabenden ist die Gesellschaft in der wir leben Gegenstand anregender Gespräche. Klar für uns im Rhein-Main Gebiet dass wir mit uns mit anderen Bündnissen gegen den weiteren Ausbau des Frankfurter Flughafens wehren.


 Bildung ist für uns mehr als Schule und unabhängig vom Alter. Sich weiterentwickeln und neue Sichtweisen kennenlernen ist für uns auch ohne Lehrplan möglich. Leider haben die Arbeitgeber die Teilnahme an Bildungsurlauben mit Represalien fast zum Erliegen gebracht. Dennoch ist eine große Nachfrage nach Bildungsreisen die eine gute Mischung aus Freizeit und Bildung beinhalten vorhanden. Dennoch herscht eine rege Nachfrage wenn wir Freizeiten ausschreiben in denen eine gute Mischung aus Urlaub und Bildung angboten wird soiwe Gemeinsamkeit und Individualität nebeneinader mögich sind.

 seit über 100 Jahren in Bewegung: Die NaturFreunde gründeten sich 1885 in Wien als touristische Selbsthilfeorganisation der Arbeiterbewegung. Die gegenseitige Solidarität war auch dringend erforderlich, denn Eisenbahnfahrkarten oder Übernachtungsplätze in Herbergen waren praktisch unerschwinglich. Mit dem Gruß „Berg frei“ kämpften sie für das freie Wegerecht in der Natur und gegen Betretungsprivilegien von Adel und Bürgertum. Neben dem Eintreten für ein gleiches Wahlrecht befanden sich die NaturFreunde auch beim Kampf um den 8-Stunden-Tag an der Seite der Gewerkschaften. Der Arbeiterfreizeitverein fand in den folgenden Jahren regen Zulauf. 1925 wurde die Ortsgruppe Rüsselsheim gegründet. 1933 wurden die NaturFreunde in Deutschland verboten, zahlreiche Mitglieder verhaftet und umgebracht. Die Häuser wurden enteignet. Einige NaturFreunde hielten den alten Zusammenhang illegal aufrecht, untersützten aktiv den Widerstand oder kämpften in den alliierten Streitkräften gegen das faschistische Deutschland.
Bereits kurz nach 1945 veröffentlichten Rüsselsheimer NaturFreunde einen Aufruf zur Wiedergründung der Ortgruppe Rüsselsheim. 1952 wurde dann das erste Rüsselsheimr Naturfreundehaus gebaut. Eine Sensation für die damalige Zeit. In der Bundesrepublik, auch in Rüsselsheim engagierten sich NaturFreunde gegen die Remilitarisierung, die atomare Bewaffnung der Bundeswehr und später in der Ostermarschbewegung. Aber auch in den Protesten gegen den Vietnam-Krieg, die Notstandsgesetze oder den Nato-Doppelbeschluss fanden sich NaturFreunde ebenso wie in der Anti-AKW- und Asylrechtsbewegung. Der Flughafenausbau beschäftigt uns seit den 50 er Jahren immer massiver.