Frauenradtour Mai 2008 an der Mosel

Radeln stärkt die Wadeln

Bilder gibt`s hier ...

Frauen-Radtour Mosel/Hunsrück/Rhein 02.-04. Mai 2008

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Dieses Jahr hatten die Frauen zu Beginn ihrer Radtour gleich einen Grund zum Feiern: Annette hatte Geburtstag und so feierten wir diesen mit Prosecco und Kuchen - natürlich mit Kerzchen drauf - während der Zugfahrt nach Koblenz. Die Radtour startete um 11:30 h in Kobern-Gondorf und bei ständig starkem Gegenwind und zwei kleinen Regenschauern, denen wir im Cafe trotzten, erreichten wir nach ca. 72 km gegen 18 Uhr unser erstes Quartier in Zell-Merl. Nach herzlichem Empfang durch den Hausherrn, der sich sogleich um die Räder kümmerte, bezogen wir die Zimmer und saßen nach dem Abendessen noch gemütlich mit Frau Löffler (Quartier kann schon wegen des guten Frühstücks empfohlen werden - Mühlental 31 in Zell-Merl, Tel.: 06542 - 2401-) noch zusammen und Annette spendierte noch einen Sekt. Aber sehr spät wurde es nicht, denn alle - Annette, Doris, Petra, Steffi und ich - waren ziemlich müde.
Vor dem zweiten Tag hatten alle ziemlich Respekt. Denn es ging hinauf auf 43o m über den Hunsrück, um am dritten Tag über Bacharach entlang des Rheins zumindest bis nach Bingen zu kommen. Dort sollte dann entschieden werden, ob Rad oder Zug uns nach Hause bringen würde. Aber alles der Reihe nach.

Entlang des Altayer Baches ging es von Zell links weg nach Altlay, das in 10 km Entfernung und streckenweise mit zwei Pfeilen (Steigung über 7%) ausgewiesen war. Es begegneten uns nur sehr wenige PKW und trotz großer Anstrengung genossen wir die Fahrt. Während dieser 10 km ging es stetig bergauf und nach kleinen Verschnaufpausen bewältigten wir die erste Herausforderung. Nach Würrich und Belg ging es durch den Wald nach Todenroth, Metzenhausen ( hier machten wir noch einen kleinen nicht beabsichtigten Schlenker) und erreichten in ständigem bergauf und bergab Kirchberg. Da die Tour vorher nicht abgefahren wurde, hielten wir uns ab hier an die örtlich ausgewiesene Route nach Simmern/Rheinböllen. Sie führte uns über Unzenberg, Nickweiler, Nannhausen nach Simmern. Es war eine herrliche Fahrt durch Wiesen und Felder mit z.T. blühendem Raps. Unsere Mittagspause verbrachten wir bei Eis, Cappucino und Kuchen in Simmern. Alle waren guter Dinge und das Wetter meinte es ebenfalls gut mit uns. Die Sonne strahlte den ganzen Tag, was sich abends an den geröteten Gesichtern und Armen niederschlug. Nach einstündiger Pause ging es auf die letzten Kilometer an diesem Tag nach Rheinböllen. Von Simmern fuhren wir nach Mutterschied, Argental, Ellern und erreichten nach knapp 65 km Rheinböllen. Dort waren wir im Breidenbacher Hof untergebracht. Im Terrassengarten stießen wir mit Radler auf unsere Leistung an und das Abendessen bleibt uns sicherlich in Erinnerung: Bratwürste, Pommes und Salat en masse.

Der dritte Tag begann mit Spiegelei und Speck zum Frühstück. Außer uns waren noch drei Personen im Hotel untergebracht, das insgesamt über 10 Betten verfügte. Von Rheinböllen ging es erst noch einmal etwas bergauf, aber nach gut drei km hatten wir eine herrliche Abfahrt von 12 km Länge nach Bacharach. Die Bremsen funktionierten und Petra war die erste, die uns in Steeg - kurz vor Bacharach gelegen - erwartete. Hier wurden ein paar Fotos geschossen und die hinaufradelnden Profis angefeuert, bevor wir uns zum Rhein hin bewegten. Durch die Landesgartenschau, die derzeit in Bingen stattfindet, erreichten wir gegen Mittag den Bahnhof in Bingen. Doch keiner wollte bei diesem strahlenden Wetter in den Zug einsteigen, so dass wir uns entschlossen, bis nach Hause durchzufahren. In Mainz machten wir dann die letzte Rast und erlebten noch "Ausläufer" des Gutenberg-Marathons, bevor wir uns gegen 16:30 h trennten. Petra und Steffi fuhren Richtung Trebur; Annette, Doris und Margret radelten auf Rüsselsheim bzw. Flörsheim zu. Eine herrliche Tour war zu Ende (insgesamt ca. 200 km) und die nächste ist bereits in Planung. Da allen das auf und ab auf dieser Tour gefallen hat, wird uns die nächste Tour voraussichtlich ins Rheinhessische Hügelland führen. Denn dorthin müssen wir nicht die Bahn besteigen, sondern gute Kondition mitbringen.

Margret Hochgesand

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