Krise bei Opel

Naturfreunde unterstützen Aktion "Klare Perspektive" für Opel


unsere Bilder hierzu gibt es hier ...

13.03.2009 Unterschriften-Aktion „Klare Perspektive“ für Opel und die Region

Die Stadt Rüsselsheim startet zusammen mit dem Gewerbeverein, dem Vorsitzenden des Opel-Gesamtbetriebsrats Klaus Franz, dem DGB Ortsverband Rüsselsheim sowie Ernst Peter Layer und Willi Braun die Unterschriften-Aktion "Klare Perspektive".

Dazu erklärte der Rüsselsheimer Oberbürgermeister Stefan Gieltowski am Freitag (13.): „Die weitere Entwicklung der Adam Opel GmbH mit ihrem Stammsitz in Rüsselsheim und weiteren Werken in Bochum, Kaiserslautern und Eisenach lässt niemanden unberührt. Nicht nur die Stadt Rüsselsheim hat ein großes Interesse an einer nachhaltigen positiven Entwicklung des größten Arbeitgebers in Rüsselsheim, sondern auch die gesamte Region.

Die Verflechtungen zwischen Opel und der Region sind so stark, dass auch Zulieferbetriebe, Ingenieurbüros, Handwerksbetriebe, viele mittelständische Unternehmen und der Handel von der aktuellen Entwicklung des größten Industriebetriebes in Hessen betroffen sind.

Wir wissen, dass Opel (Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretung) derzeit große Anstrengungen aus eigener Kraft unternehmen, um das Blatt zu wenden. Das Unternehmen benötigt jedoch vorübergehend auch staatliche Hilfe zur Überbrückung einer kurzfristig schwierigen Situation.

Die Menschen in Rüsselsheim und in der Region beobachten zugleich fassungslos, dass über die Medien eine öffentliche Debatte über die Berechtigung von staatlichen Hilfen für Opel und eine Spekulation über die weitere Entwicklung des Unternehmens ausgebrochen ist.

Ich denke an einzelne Stimmen aus Politik und Industrie

-  zum Streit über die staatliche Hilfen in der Schärfe und Diktion eines Glaubenskrieges;

-über die Vergeblichkeit von Rettungschancen für Opel aus dem Mund der parlamentarischen Staatssekretärin, Frau Wöhrl (Bundeswirtschaftsministerium), bevor die Bundesregierung ihre Prüfung überhaupt abgeschlossen hat;

- an halb öffentliche Empfehlungen des Bundesinnenministers über den Weg eines Insolvenzantrages nachzudenken;

- über öffentliche Bewertungen von Zukunftsplänen des Unternehmens, die eher vom Drang nach der Verteilung von Zensuren geprägt sind als von der Suche nach einer Lösung für das Unternehmen.

Solche Stimmen sind der Situation unwürdig, in der sich die Beschäftigten von Opel in ihrem Hoffen und Bangen um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze befinden. Und solche Stimmen lassen auch die Existenz der vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht unberührt, die im weiteren von Opel abhängig sind. Nahezu tägliche mehr oder weniger seriöse Spekulationen über die Zukunft von Opel haben weder die Beschäftigten und ihre Familien, noch das Unternehmen verdient. Solche Spekulationen beschädigen die Marke Opel und ihre Chancen auf dem Automarkt.

Das wochen- und monatelange Ringen um eine Zukunft von Opel muss aus meiner Sicht zu einer klaren Perspektive für das Unternehmen und seiner Beschäftigten führen. Deshalb habe ich mit anderen die Aktion „Klare Perspektive für Opel und die Region“ mit der Forderung an die Bundesregierung gestartet, rasche Hilfestellung für das Unternehmen und die Belegschaft sicher zu stellen.

Die Initiatoren sind sich einig: Es ist besser, Beschäftigung zu sichern, als Arbeitslosigkeit zu bezahlen. Mit der Unterschriftenaktion „Klare Perspektive“ wollen wir gemeinsam ein Signal aus Rüsselsheim und der Region senden und die Bundesregierung ermuntern, zügig im Sinne einer zukunftsorientierten Lösung für Opel zu entscheiden. Die Initiative ruft die Menschen in Rüsselsheim und in der Region auf, mit ihrer Unterschrift diese Forderung an die Bundesregierung nach einer klaren Perspektive für Opel zu unterstützen und zu unterstreichen.“

Die Unterschriftenlisten liegen im Rathaus, den Stadtbüros, in der Stadtbücherei, im Umweltbereich, dem Ordnungsamt und vielen weiteren öffentlichen Einrichtungen aus. Interessierte können weitere Listen und den Text des Appells im Internet abrufen.

Da die Aktion möglichst schnell umgesetzt werden soll, müssen die ausgefüllten Unterschriftlisten spätestens am 30.3.2009 im Rathaus eingegangen sein. „Die Teilnahme an der Unterschriftenaktion ist eine hervorragende Gelegenheit, den Zusammenhalt in unserer Stadt zu demonstrieren. Ich danke allen für ihre Unterstützung zum Wohle der Menschen in Rüsselsheim und unserer Region“, sagt Gieltowski abschließend.

Unterschriftenlisten hier:  ...

Unsere Beteiligung am Infostand a 21.3.09:

Galerie

Downloads

Aktion_klare_Perspektive-Appell (0.06 MB)